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Symposium

Das Designfeld ist im Umbruch. Sowohl die Theorie als auch die Praxis suchen ›neue‹ Betätigungsfelder und streben nach einem anderen Selbstverständnis. Man will politisches Design machen, will als Akteur gesellschaftlicher Veränderungen wahrgenommen werden, zuweilen wohl gar die neue Leitdisziplin des urbanen Wandels werden. Unter einem erweiterten Designbegriff stellt sich daher die Frage: Was heißt es, im Sinne eines öffentlichen Interesses zu gestalten? Und vielleicht noch mehr: Was heißt es, das öffentliche Interesse selbst zu gestalten? Diese Anmaßungen und ihre Bedeutung für das Design sollen auf dem Symposium ›Was ist Public Interest Design?‹ diskutiert werden.

Das Symposium ist eine Veranstaltung des Masterstudiengangs → Public Interest Design der Bergischen Universität Wuppertal. Die Beiträge der Veranstaltung basieren auf dem neu erschienenen Buch → »Was ist Public Interest Design?« des transcript Verlags.

Programm

Donnerstag, 04.04.

10:30 Start der Anmeldung

13:00 Begrüßungsworte

Public Interest Design zwischen wohltuender Hybris, notwendiger Zumutung und Widerspruch

Pierre Smolarski / Christoph Rodatz:
Das Designfeld ist im Aufbruch. Es will, so scheint es, eine politische Führungsrolle übernehmen. Wie kann eine solche Hybris wohltuend sein? Welchen Zumutungen sind Gestaltende hierdurch ausgesetzt? Welche Widersprüche stehen einem solchen Design im Weg?

13:30 Podium

Politische Dimensionen des Designs

Welche besonderen Funktionen können Designer*innen im Politischen übernehmen? Welche Herausforderungen stellen sich ihnen dabei? Handeln sie selbst überhaupt politisch? Dürfen sie? Sollten sie?
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15:00 Pause

15:30 Podium

Die Rollen des Designs in der digitalen Welt

Diskussion über neue Formen von Öffentlichkeit und Herausforderungen für Digital Public Interest Designer*innen
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17:00 Pause

17:15 Rundgang

Vorstellung
von Projekten

Rundgang durch die Ausstellung. Hier werden Semester übergreifend Projekte präsentiert, die Public Interest Design in der Praxis zeigen. Besucher und Studierende können sich hier kennenlernen und zu den Projekten austauschen.

18:30 Vortrag

Bazon Brock:
Bonum Commune, Common Good, Commonwealth, Gemeinwohl

Gestaltung ist Kommunikation durch Formgebung; sie ist umfassender als das Verstehen, das allzu schnell seinen Impuls verliert. Seit alters saßen die Weisen gedankenreich, aber tatenarm in der Sonne der Selbstgewissheit. Leben ist nicht auf Verstehen angewiesen, aber auf Kommunikation. Wie organisiert und strukturiert sich kommunikatives Geschehen? Als balancierender gerechter Ausgleich. Der Name für Gerechtigkeit ist die Gemeinsamkeit als Bedingung aller einzelnen Ausprägungen des Lebens.
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20:30 Abendessen

Freitag, 05.04.

09:00 Kaffee

10:00 Vortrag

Johannes Busmann:
polis: Salus Publica Suprema Lex

Johannes Busmann spricht in seinem Votrag »polis: Salus Publica Suprema Lex« über den Wert des Öffentlichen.
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11:00 Podium

Rhetorische, narrative und vermittelnde Funktionen des Designs

Rhetorisch gelungene Narration kann überzeugen, verführen und manipulieren. Öffentlichkeit formiert sich unter anderem auf Basis von geteilten Erzählungen. Auf welche Weise und auf welchen gesellschaftlichen Schauplätzen können Public Interest Designer*innen also rhetorisch agieren?
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12:30 Pause

13:00 Podium

Design und die Inszenierung unserer Lebenswelt

Nicht nur innerhalb der darstellenden Künste sind die Grenzen der Inszenierung in unserem Lebensraum längst verwischt. Wie inszeniert Design zunehmend unsere Lebenswelt? Wie werden durch Design nachhaltige Veränderungen inszeniert? Und was ist von einer solchen Inszenierung zu halten?
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14:30 Abschlussworte

15:00 Ende

Anmeldung

Wir freuen uns über das rege Interesse an unserem Symposium. Leider können wir aus Platzgründen keine weiteren Anmeldungen entgegen nehmen. Sie können gerne zum Symposium kommen, aber wir können Ihnen aktuell nicht mehr garantieren, dass Sie einen Sitzplatz bekommen.

Bei Fragen melden Sie sich bitte per E-Mail an: info@public-interest-design.de

Podien

Donnerstag, 04.04
→ 13:30

Politische
Dimensionen des
Designs

Welche Rollen bieten sich Individuen, die gesellschaftlich wirken wollen? Welche Verantwortung und welche Risiken begegnen ihnen dabei? Die eingeladenen Autor*innen nähern sich dieser Frage zunächst über die Begriffe des Öffentlichen und des Politischen. Sie arbeiten Wirkungsfelder für engagierte Menschen heraus – und damit auch für Public Interest Design. Da Public Interest Design immer auch gestaltendes, politisches Wirken jenseits klassischer Parteiarbeit meint, wird dieses Politische jenseits der Politik auf dem Podium eine besondere Rolle spielen. Nicht zuletzt sollen Fragen zur besonderen Legitimation und Befähigung von gesellschaftlich engagierten Designer*innen aufgeworfen werden. Welche besonderen Funktionen können Designer*innen im Politischen übernehmen? Welche Herausforderungen stellen sich ihnen dabei? Handeln sie selbst überhaupt politisch? Dürfen sie? Sollten sie?

Am Podium teilnehmen wird die Soziologin → Heike Delitz. Sie erforscht, wie sich Gesellschaften aus Individuen konstituieren, und hat zuletzt den Band Kollektive Identitäten veröffentlicht. Die Philosophin → Mara Recklies wird ihre Perspektive auf die politischen Dimensionen des Designs einbringen. Mitstreiten werden auch der Politikwissenschaftler → Tobias Braun, der derzeit über gesellschaftliche Konsensbildung promoviert, Johannes Achatz, der in der angewandten Ethik promovierte und nun an der Fakultät Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft der Hochschule Furtwangen arbeitet, und → Jesko Fezer, der als Professor für Experimentelles Design mit seinen Studierenden aktiv gesellschaftliche Projekte initiiert und im Band zur Tagung eine klare Haltung zu politischem Design bezieht. Moderiert wird das Podium von → Fritz Specht, der nach fünf Jahren als Industrial Designer in der Kreativwirtschaft im Masterstudiengang Public Interest Design studiert.

Donnerstag, 04.04
→ 15:30

Die Rollen des
Designs in der
digitalen Welt

In fast allen Lebensbereichen ist Digitalisierung keine Frage mehr, sondern eine Tatsache. Das stellt die mögliche Weltgemeinschaft in vielerlei Hinsicht vor neue Herausforderungen: Der Begriff Öffentlichkeit muss in der vernetzten Welt neu gedacht werden. Womit auch die Frage entsteht, wie Interessen von Bürger*innen im digitalen Raum vertreten werden können. Welche Rolle kann das Design des Digitalen also jenseits von Selbstinszenierung, Konzern- und Vermarktungslogik bei der Formierung eines öffentlichen Interesses spielen? Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Aufgaben ein*e Digital Public Interest Designer*in angehen muss. Und wie nähert man sich einem solch unüberschaubaren und sich unaufhaltsam in Eigendynamik transformierenden Raum?

Auf diesem Podium begegnen sich der Gestaltungstheoretiker → Axel Buether, der Diplominformatiker und Geschichtswissenschaftler → René Smolarski, der Interfacedesigner und Political Design Forscher → Sven Quadflieg und der Professor für Design Interaktiver Medien → Kristian Wolf, um nichts weniger, als die zukünftige Gestaltung der digitalen Öffentlichkeit zu diskutieren. Moderiert wird das Podium von der User Experience Designerin und Public-Interest-Design-Studierende → Jana Pahlkötter.

Freitag, 05.04
→ 11:00

Rhetorische,
Narrative und
vermittelnde
Funktionen des
Designs

Öffentlichkeit formiert sich unter anderem auf Basis von geteilten Erzählungen. Solche Narrationen stellen einen spezifischen Modus der Kommunikation dar, der Komplexität anschaulich zu vermitteln vermag. Rhetorisch gelungene Narrationen initiieren Ideen, Motivationen und Emotionen beim Publikum: Rhetorik überzeugt, verführt und manipuliert.

Dabei kommt Narration als strategisches Kommunikationsmittel im User Experience Design genauso zum Tragen, wie im Produkt-und Mediendesign, Ausstellungsdesign, in der Architektur oder auch allgemein der Gestaltung öffentlicher Kommunikationsprozesse. Wie kann Narration also spezifisch für das Public Interest Design fruchtbar gemacht werden? Auf welche Weise und auf welchen gesellschaftlichen Schauplätzen können Public Interest Designer*innen rhetorischagieren? Wo liegen die ethischen Grenzen manipulativer Designtechniken? Wo liegen die Möglichkeiten partizipativen Designs? Und wie können Public Interest Design -Narrative konkret aussehen?

Diese und weitere Fragen werden auf diesem Podium diskutiert. Teilnehmer*innen sind der Gestaltungstechniker und Rhetoriktheoretiker → Björn Blankenheim; der Geschäftsführer der Acameo-Gruppe für digitale Kommunikation → Frank Dürr; der Designrhetoriker → Pierre Smolarski und die Historikerin → Sina Speit. Moderiert wird das Podium von der Medienwissenschaftlerin, Gestalterin und Public-Interest-Design-Studierenden → Tatjana Blank.

Freitag, 05.04
→ 13:00

Design und die
Inszenierung
unserer
Lebenswelt

Als Begriff aus den darstellenden Künsten bekannt, ist die Inszenierung zunächst ein Instrument zur Darstellung im öffentlichen Raum. Das Podium wird danach fragen, ob sich mit den Mitteln künstlerischer Inszenierung auch Methoden zur Gestaltung öffentlicher Interessen ergeben. In Inszenierungen werden Atmosphäre beeinflusst und mit den Graduierungen des Interesses gespielt; öffentliche und private, fiktive und reale Interessen treten in Erscheinung, werden verhandelt und führen oft zu Konflikten. Aber auch und vor allem Abseits des Theaters sind die Grenzen der Inszenierung in unserem künstlich geschaffenen Lebensraum längst verwischt und oft nur schwer bewusst wahrnehmbar. Wie inszeniert Design zunehmend unsere Lebenswelt? Wie werden durch Design nachhaltige Veränderungen inszeniert? Und was ist von einer solchen Inszenierung zu halten? Ist sie Provokation, Motivation, Anstoß oder Besänftigung?

Der Designer und Designforscher → Frieder Bohaumilitzky wird auf dem Podium diese Fragen mit dem Theaterwissenschaftler → Christoph Rodatz, dem Social Designer → Nicolas Beucker und der Regisseurin und Autorin → Erica von Moeller diskutieren. Moderiert wird das Podium von der Public-Interest-Design-Studierenden → Katja Möltgen.

Personen

  • Johannes Achatz

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt VALID

  • Nicolas Beucker

    Professor für public & social Design an der Hochschule Niederrhein

  • Björn Blankenheim

Dr. Johannes Achatz ist Akademischer Mitarbeiter beim Projekt: »VALID – Ethische Aspekte digitaler Selbstvermessung im Gesundheitswesen zwischen Empowerment und neuen Barrieren«

Dr. Johannes Achatz studierte in Jena Philosophie, Politikwissenschaft und Angewandte Ethik und promovierte mit einer Arbeit zu ethischen Fragen der Synthetischen Biologie in Angewandter Ethik. Seit Ende 2017 arbeitet er in einem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Forschungsprojekt zu ethischen Fragen digitaler Selbstvermessung an der Hochschule Furtwangen. Die Forschungsinteressen umfassen neben Angewandter Ethik auch Technikphilosophie, Wissenschaftsphilosophie (insb. Synthetische Biologie) und philosophischen Pragmatismus (insb. John Dewey).

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Nicolas Beucker ist Professor für public & social design an der Hochschule Niederrhein. Er studierte Industrial Design an der Universität Essen und sammelte Erfahrungen über menschzentriertes Entwerfen am Institut für Ergonomie und Designforschung der Universität Duisburg-Essen, wo er fünf Jahre tätig war. An der Hochschule Niederrhein lehrt und forscht er heute über öffentliche Räume und gesellschaftszentrierte Gestaltungsmethoden. – Aus dem Interesse interdisziplinärer Betrachtungsweisen heraus baute Nicolas Beucker SOUND auf, das Kompetenzzentrum Social Urban Design der Hochschule Niederrhein (bis 2015 Kompetenzzentrum Social Design).
Von 2008 – 2013 war Nicolas Beucker Dekan des Fachbereichs Design der Hochschule Niederrhein.

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Björn Blankenheim (Dr. phil.), geb. 1982, ist Postdoktorand an der Bergischen Universität Wuppertal, wo er in Kunstgeschichte über Game Design promoviert hat. Er lehrt und forscht zur Geschichte der Computer- und Videospiele sowie zu historischen Kunstlehren, insbesondere Rhetorik und Poetik in Kunstliteratur, Design und anderen Anwendungsfeldern.
  • Frieder Bohaumilitzky

    Designer

  • Tobias Braun

    Doktorand Philosophie

  • Bazon Brock

    Prof. (em.) für Ästhetik an der Bergischen Universität Wuppertal

Frieder Bohaumilitzky hat Politikwissenschaft (B.A.) an der Uni Hamburg sowie Design (M.F.A.) an der HFBK Hamburg und der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem studiert und mit einer Arbeit über Design in der Postdemokratie abgeschlossen. Seit 2017 ist er als Designer und Designforscher im Projektbüro Friedrich von Borries tätig und arbeitet dort in einem interdisziplinären Team an der Konzeption und Gestaltung von Ausstellungen.
Studium an der FSU Jena (Friedrich Schiller Universität, HP: Politikwissenschaft), ab 2012 freier Doktorand (Thema: Der politische Konsens als axiomatische Figur demokratischen Denkens).
Bazon Brock, Denker im Dienst und Künstler ohne Werk, ist emeritierter Professor am Lehrstuhl für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal. Weitere Professuren an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (1965–1976) und der Universität für angewandte Kunst, Wien (1977–1980). 1992 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Eidgenössisch Technischen Hochschule, Zürich und 2012 die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 2014 bekam er die Honorarprofessur für Prophetie an der HBKsaar, Saarbrücken und 2016 wurde ihm der Von der Heydt-Preis der Stadt Wuppertal verliehen. 2017 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse. Er entwickelte die Methode des »Action Teaching«, bei dem der Seminarraum zur Bühne für Selbst- und Fremdinszenierungen wird. Von 1968 bis 1992 führte er in Kassel die von ihm begründeten documenta-Besucherschulen durch. Von 2010 bis 2013 leitete er das Studienangebot „Der professionalisierte Bürger“ an der HfG Karlsruhe. Rund 3000 Veranstaltungen und Aktionslehrstücke; zuletzt „Lustmarsch durchs Theoriegelände“ (2006, in elf Museen). Er repräsentiert das „Institut für theoretische Kunst, Universalpoesie und Prognostik“, und ist Gründer der Denkerei / Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand mit Sitz in Berlin.

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  • Axel Buether

    Professor für Didaktik der Visuellen Kommunikation an der Bergischen Universität Wuppertal

  • Johannes Busmann

    Professor für Mediendesign an der Bergischen Universität Wuppertal

  • Heike Delitz

    Professorin für vergleichende Gesellschaftsforschung (Vertr.), Universität Bremen

Seit 2012 Professor »Didaktik der Visuellen Kommunikation« im Fachbereich »Design und Kunst« an der Bergischen Universität Wuppertal. Vorsitzender der Arbeitsgruppe »Digitalisierung und Mediendidaktik« in der Lehrerbildung im »Gemeinsamen Studienausschuss«.

2006-2012 Professor »Künstlerisch-gestalterische Grundlagen Farbe Licht Raum» an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. 2012 Ruf auf die Professur »Wahrnehmungspsychologie und Kreativität« Hochschule Hannover I 2013 Ruf auf die Professur »Gestaltung und Gestaltungstheorie» Universität Siegen. Promotion »Semiotik des Anschauungsraums – Neurobiologische Grundlagen für die methodische Förderung der anschaulichen Wahrnehmung, Vorstellung und Darstellung im Gestaltungs- und Kommunikationsprozess.« an der Universität Stuttgart. 1999 – 2005 WMA Lehrstuhl »Entwerfen Wohn- und Sozialbauten« an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus. Studium und Praxis Architektur. Handwerksberuf Steinmetz und Steinbildhauer.

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Johannes Busmann hat Kunst, Musik und Philosophie studiert. Als Assistent der Kunstgeschichte promovierte er 1993 an der Bergischen Universität Wuppertal in Architekturgeschichte zum Thema Die revidierte Moderne. Der Architekt Alfons Leitl 1909 – 1975. Im Jahr 2005 wurde er zum Professor für Mediendesign und seine Didaktik berufen. Er ist Vorsitzender des Promotionsausschusses der Fakultät Design und Kunst und Leiter der Abteilung Kunst und Mediendesign. Als Fachgruppensprecher verantwortet er die Einrichtung und Akkreditierung des Masterstudiengang Public Interest Design.

1990 gründete Johannes Busmann die Zeitschrift polis, die Architektur, Stadtplanung und Denkmalpflege thematisierte und den auf Architektur und Stadtentwicklung spezialisierten Verlag Müller + Busmann. Das Magazin erscheint heute bundesweit und begleitet urbane Entwicklungen im Kontext bürgerlicher Autorschaft, kommunaler Planungshoheit und immobilienwirtschaftlicher Innovationen. Seit 2015 ergänzt die polis Convention als jährlich stattfindende Messe und Fachkongress den Diskurs zur Stadtentwicklung. Im Rahmen des Verlags begleitet und berät er Institutionen, Kommunen und Unternehmen bei Projekten der Stadt- und Regionalentwicklung.

Johannes Busmann ist seit 2002 Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung. Von 2005 bis 2016 war er Kurator der Carl Richard Montag-Förderstiftung.

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Studium der Architektur, Philosophie und Soziologie; seit 2013 Privatdozentin an der Universität Bamberg (am Lehrstuhl für Soziologische Theorie) und seit 2016 Lehrbeauftragte am MA Studiengang Public Interest Design der Universität Wuppertal. Seit 2014 Vertretungen von Professuren für Soziologische Theorie, Gesellschaftstheorie und Allgemeine Soziologie in Heidelberg, Wuppertal respektive Bremen.

Arbeitsschwerpunkte: Soziologische Theorie; Religionssoziologie, Politische Soziologie, Kultursoziologie.

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  • Frank Dürr

    Museum der Universität Tübingen – MUT

  • Jesko Fezer

    Professor für Experimentelles Design an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg

  • Erica von Moeller

    Regisseurin und Professorin für Design Audovisueller Medien an der Bergischen Universität Wuppertal

Dr. Frank Dürr (*1982 in Nürtingen) ist geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe für digitale Kommunikation acameo und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum der Eberhard Karls Universität Tübingen MUT. Er ist Lehrbeauftragter der Universitäten Tübingen und Salzburg sowie Herausgeber und Autor kommunikationswissenschaftlicher und museologischer Publikationen.

Frank Dürr studierte von 2004 bis 2010 Allgemeine Rhetorik und Kunstgeschichte in Tübingen. Er war Forschungskollegiat am Forum Scientiarum Tübingen und schloss sein Magisterstudium mit einer Arbeit über Umberto Ecos kognitive Semiotik ab. 2017 wurde er bei Prof. Dr. Joachim Knape (Allgemeine Rhetorik) promoviert. 2018 erschien das daraus entstandene Buch „Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen der Rhetorik“ (Weidler Verlag, Berlin). Zu Frank Dürrs Forschungsschwerpunkten und zentralen Themengebieten gehören: Strategische Kommunikation, Ausstellung und Szenografie, Evolution und Rhetorik, 3D-Visualisierung sowie Bild- und Medientheorie.

Jesko Fezer arbeitet als Gestalter und Autor. In je unterschiedlichen Kooperationen befasst er sich dabei mit der gesellschaftlichen Relevanz entwerferischer Praxis. In Kooperation mit ifau (Institut für angewandte Urbanistik) realisiert er Architekturprojekte, er ist Mitbegründer der Buchhandlung Pro qm in Berlin sowie Teil des Ausstellungsgestaltungsstudios Kooperative für Darstellungspolitik. Er ist Professor für Experimentelles Design an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.

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Die Regisseurin und Autorin Erica von Moeller lehrt seit Sommer 2011 an der Bergischen Universität Wuppertal als Professorin für Design Audiovisueller Medien. Sie studierte sowohl Freie Bildende Kunst in Mainz als auch Kommunikationswissenschaften in Frankfurt, bevor sie an der Kunsthochschule für Medien in Köln im Bereich Film diplomierte.

Seit 2001 realisiert sie Filme in unterschiedlichen Genres und Formaten wie den Dokumentarfilm „Sainkho“ (2002), den Spielfilm „Leben mit Hannah“ (2006), das Dokumentarspiel „Fräulein Stinnes fährt um die Welt“ (2009) oder den historischen Fernsehfilm „Sternstunde ihres Lebens“ (2014). Erica v. Moeller hat diverse Auszeichnungen bekommen, ua. den DGB Filmpreis, den Amnesty Int. Preis für Menschenrechte, den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und den Preis der Stiftung Vordemberge-Gildewart. Mit ihren Arbeiten war sie auf zahlreichen Intern. Festivals vertreten: ua. Shanghai Int. Film Festival, San Francisco Int. Film Festival, Miami Int. Film Festival, Sao Paulo Int. Film Festival, Golden Horse Taipei, Cinema Tout Ecran und Docaviv, Tel Aviv. Als Medienkünstlerin entwickelt sie Ausstellungsprojekte an der Schnittstelle zwischen Bewegtbild, Raum und Klang. Die Projekte eint, dass sie gesellschaftliche Themen der Chancengerechtigkeit und des sozialen Zusammenlebens aufgreifen und in einen öffentlichen Diskursraum stellen.

  • Sven Quadflieg

    Designer und Professor für Gestaltung an der HSHL

  • Mara Recklies

    Doktorandin Philosophie

  • Christoph Rodatz

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bergischen Universität Wuppertal

Sven Quadflieg studierte Design an der Folkwang Universität der Künste und der Zürcher Hochschule der Künste und ist seitdem in Praxis, Forschung und Lehre tätig. Als Designer arbeitet er vorrangig im kulturellen Kontext, zudem unterrichtete er an diversen Hochschulen. In seiner Forschung und Lehre beschäftigt er sich vor allem mit politischem Design und dem Spannungsfeld von Gestaltung und Gesellschaft. 2016 gab er (gemeinsam mit Gregor Theune) das Buch »Nadogradnje. Urban Self-Regulation in Post-Yugoslav Cities« heraus, welches die informelle Architektur der Region untersucht.

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Mara Recklies promoviert derzeit im Fach Philosophie mit einer Arbeit zur Designkritik im 20. Jahrhundert. 2015-2018 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im kooperativen Forschungsverbund „Übersetzen und Rahmen“ der Universität Hamburg und HFBK Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Design, (Design-)Kritik, Interventionen und widerständige Praktiken. Ihr besonderes Interesse gilt politischen Dimensionen von Design. Zuvor war sie Gastforscherin am Flusser Archiv der Universität der Künste Berlin (UdK) und lehrte unter anderem an der Köln international school of Design (KISD). Sie studierte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Philosophie. Sie ist unter anderem Mitherausgeberin des Sammelbands Archive dekolonialisieren. Mediale und epistemische Transformationen in Kunst, Design und Film (Transcript, 2018)
Christoph Rodatz studierte zunächst Bauingenieurwesen an der TU Darmstadt und wechselte nach dem Vordiplom 1992 zum Studiengang Angewandte Theaterwissenschaft an die Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine von Gernot Böhme und Gabriele Brandstetter betreute Promotion Der Schnitt durch den Raum schloss er 2010 am Fachbereich Philosophie der TU Darmstadt ab.

Parallel zur Promotion arbeitete er immer auch an künstlerischen Projekten. Er war ab 2003 Teil des Netzwerks New Guide to Opera. Gemeinsam mit osa – office for subversive architecture und Urbane Künste Ruhr entstand im Herbst 2013 die urbane Lichtkunstinstallation discharge/recharge. Seit 2012 ist er Teil des inklusiven Kollektivs I CAN BE YOUR TRANSLATOR mit dem bisher drei Arbeiten unter anderem am Schauspiel Dortmund entstanden sind.

Seit 2013 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bergischen Universität Wuppertal, wo er den Masterstudiengang Public Interest Design mitentwickelt hat und seit dem Wintersemester 2016/17 mit dem Aufbau dieses betraut ist. Seine Themen sind eng an die Neue Phänomenologie Gernot Böhmes angelehnt. Er befasst sich sowohl mit Fragen der atmosphärischen Wahrnehmung in künstlerisch-kulturellen Zusammenhängen, als auch mit Fragen der Ästhetisierung des Alltags.

  • Pierre Smolarski

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Masterstudiengang Public Interest Design

  • René Smolarski

    Mitbegründer und Sprecher des Netzwerkes für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science

  • Sina Speit

    Historikerin

Pierre Smolarski ist seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Masterstudiengang Public Interest Design an der Bergischen Universität Wuppertal.

Er studierte bis 2011 Philosophie, Kunstgeschichte, Alte Geschichte und Mathematik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seit 2012 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Bielefeld im Fachbereich Gestaltung, wo er vorrangig Rhetorik und Schreiben lehrt. 2016 schloss er seine Promotion mit der Arbeit Rhetorik des Designs – Rhetorische Dimensionen der Orientierung im urbanen Raum an der Universität Duisburg-Essen mit Auszeichnung ab (Beste geisteswissenschaftliche Promotion 2016). Seine Betreuer waren Prof. Dr. Jens Martin Gurr (Uni Essen) und Prof. Dr. Arne Scheuermann (HKB Bern). 2016-2017 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule der Künste in Bern, wo er mit dem Aufbau und der Leitung des Weiterbildungsstudiengangs CAS – Visuelle Rhetorik betraut war.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der Designtheorie, klassischen und visuellen Rhetoriktheorie, Alltagsästhetik und urbanen (Sub)Kultur. Im Masterstudiengang Public Interest Design unterrichtet er in erster Linie Designrhetorik und Alltagsästhetik.

René Smolarski studierte Informatik, Geschichte, Religionswissenschaft und Kulturwissenschaften an den Universitäten Ilmenau, Hagen, Jena und Erfurt.

Nach Tätigkeiten im Bereich Medizinische Informatik, Bauinformatik und Digital Humanities, unter anderem an der Bauhaus-Universität Weimar und der SUB Göttingen, ist er seit 2014 an der Universität Erfurt, seit 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der der Professur für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik, tätig. Er ist Mitbegründer und Sprecher des Netzwerkes für digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science an der Universität Erfurt.

Sina Speit ist Absolventin des Masterstudiengangs „Public History“ an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungs- und Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Geschlechtergeschichte und der öffentlichen Erinnerung an den Nationalsozialismus.

Derzeit promoviert sie am Lehrstuhl für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik der Universität Erfurt. In ihrer Dissertation fragt sie nach der Verhandlung von NS-Erinnerung in der neuen Frauenbewegung. Sina Speit ist außerdem in der außerschulischen Bildungsarbeit zum frühen Nationalsozialismus tätig.

  • Kristian Wolf

    Professor für Design Interaktiver Medien an der Bergischen Universität Wuppertal

Kristian Wolf studierte Kommunikationsdesign in Wuppertal bei Bazon Brock. Von 2004 bis 2007 war er Vertretungsprofessor für Online-Medien an der Fachhochschule Münster und von 2008 bis 2010 an der Fachhochschule Bielefeld für Konzeptionelles Gestalten.

Seit 2011 ist er an der Universität Wuppertal Professor für Design Interaktiver Medien. 1999 gründete Kristian Wolf zusammen mit Eva Gödel und Martin Steinigen das Design Büro Chewing The Sun. Kristian Wolf wurde mit Chewing The Sun mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet: unter anderen mit dem Grimme Online Award, ADC Award, Red Dot Award, London International Award, German Design Award, Annual Multimedia Award und dem Lead Award.

Seinen Lehrveranstaltungen liegen Kooperationsprojekte mit Akteuren der gesellschaftlichen Transformation zugrunde, die er weitestgehend mit der Lehrmethode des Service Learning begleitet, die Studierende in gesellschaftliches Engagement führt und Ihre Entwurfsleistungen auf gemeinnützige Zwecke ausrichtet.

Moderation

  • Tatjana Blank

    Studierende Public Interest Design

  • Katja Möltgen

    Studierende Public Interest Design

  • Jana Pahlkötter

    Studierende Public Interest Design

  • Fritz
    Specht

    Studierender Public Interest Design

Weitere Infos zu Tatjana Blank folgen in Kürze.
Industriekauffrau und Designerin mit Papieren.

Photo: Stefan Göttschkes

Jana Pahlkötter studierte Kommunikationsdesign an der FH Aachen und schloss ihren Bachelor 2017 mit dem Schwerpunkt Konzeption und UX Design ab. Sie arbeitete u.a. als UX Designerin in der Digitalagentur denkwerk in Köln und ist heute als Projektassistentin im Projekt »GeoPortal des Guten Lebens« am Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent) tätig. Zur Zeit absolviert Jana Pahlkötter ihren Master im Fach Public Interest Design an der Bergischen Universität Wuppertal.
Fritz Specht ist Tischler, Industrial Designer und studiert derzeit im Masterstudiengang Public Interest Design.

FAQ

Kann man auch ohne Anmeldung kommen?

Ja. Die Veranstaltung ist offen für alle, auch für spontane Besucher.

Wie viel kostet die Teilnahme?

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos!

Gibt es Möglichkeiten zur Übernachtung?

Wir empfehlen gerne verschiedene Unterkünfte in Wuppertal, die nahe am Veranstaltungsort liegen. Ist das Hotel zu teuer? Dann helfen wir auch gerne weiter und organisieren alternative Übernachtungsmöglichkeiten. Schreiben Sie uns einfach an → info[at]was-ist.public-interest-design.de

Wird es auf der Veranstaltung Verpflegung geben?

Ja. Für Getränke und Essen ist gesorgt, auch vegane Optionen stehen bereit.

Was ist Public Interest Design?

Gute Frage. Die ausführliche Antwort gibt es auf dem Symposium! Diskussionsansätze sind aber vorher schon auf der Website des Studiengangs → Public Interest Design der Bergischen Universität Wuppertal und im Buch → “Was ist Public Interest Design?” des transcript Verlags zu finden.